Inhalt der Website: Depression: eine Krankheit die uns alle treffen kann. - Unter der Bezeichnung «Bündner Bündnis gegen Depression» hat die Regierung ein Projekt gestartet, mit dem die Bevölkerung über die Krankheit Depression informiert und sensibilisiert werden soll. Depression kann jede und jeden von uns treffen. Depressive Erkrankungen können behandelt werden. Wichtig für einen günstigen Krankheitsverlauf ist die frühzeitige Erkennung und Behandlung der Depression.
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In der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2002 berichteten knapp 15% der befragten Personen, dass sie in den zwei Wochen vor der Befragung schwache Symptome einer Depression erlebten. Über 3% (rund 200'000 Personen) litten hingegen unter mittleren bis starken oder sogar gravierenden Symptomen. In der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2007 gaben 8% der Befragten an, dass sie wegen einer Depression in Behandlung sind oder waren. Obwohl in stationären Einrichtungen Depressionen die häufigste Behandlungsdiagnose darstellen, ist die Versorgung von depressiven Menschen immer noch lückenhaft. Depressionen werden oft gar nicht als solche erkannt. In vielen Fällen wird zuerst von körperlichen Problemen ausgegangen.
Eine der tragischsten Folgen von Depressionen ist der Suizid. Bis zu 15% der depressiven Menschen nehmen sich aus Verzweiflung das Leben. Mit einer Suizidrate von 1-2% liegt die Schweiz im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hoch.
Depressive Erkrankungen sind damit aufgrund der Häufigkeit sowie der Tragweite der Erkrankung von grosser Bedeutung. Sie wirken sich zudem auf die Familie und das weitere Umfeld aus. Letztlich sind sie auch in volkswirtschaftlicher Hinsicht von erheblicher Tragweite.
Nach dem Erfolg des ersten "Bündnis gegen Depression" in Nürnberg, wurden europaweit zahlreiche neue "Bündnisse gegen Depression" gegründet. Im Jahr 2004 wurde die "European Alliance against Depression" gegründet, um in Europa die Versorgung von depressiven Menschen zu verbessern und die Verbundenheit unter den verschiedenen Bündnissen zu stärken.
Die Regierung des Kantons Graubünden hat aus all diesen Gründen beschlossen, unter der Bezeichnung "Bündner Bündnis gegen Depression", ebenfalls ein Projekt durchzuführen, mit dem die Bevölkerung für die Wichtigkeit der frühzeitigen Erkennung und Behandlung von Depressionen sensibilisiert werden soll. Im Rahmen des Projekts soll die Bündner Bevölkerung über die Krankheit Depression informiert und für das Thema sensibilisiert werden. Die Menschen sollen wissen, welche Symptome auf eine Depression hindeuten und was man dagegen tun kann. Dadurch soll die Versorgung von depressiven Personen verbessert werden, die Behandlung optimiert und letztlich die Gesundheit sowie die Lebensqualität der Betroffenen und ihres Umfelds gesteigert werden.
Das Projekt startete offiziell am 4. Februar 2010 mit der Kick-off Veranstaltung in Chur und dauert zwei Jahren. Während dieser Zeit werden verschiedene Aktivitäten gemäss den Vier-Ebenen-Ansatz organisiert. Der Erfolg des Projektes wird wissenschaftlich durch die Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur evaluiert.