Inhalt der Website: Depression: eine Krankheit die uns alle treffen kann. - Unter der Bezeichnung «Bündner Bündnis gegen Depression» hat die Regierung ein Projekt gestartet, mit dem die Bevölkerung über die Krankheit Depression informiert und sensibilisiert werden soll. Depression kann jede und jeden von uns treffen. Depressive Erkrankungen können behandelt werden. Wichtig für einen günstigen Krankheitsverlauf ist die frühzeitige Erkennung und Behandlung der Depression.
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Die Behandlung muss durch eine Fachperson erfolgen und findet in der Regel auf mehrere Ebene statt. Berücksichtigt werden dabei biologische, psychologische und soziale Faktoren.
Es gibt viele Medikamente, die bei der Behandlung von Depressionen eingesetzt werden können. Die Wahl hängt von der Indikationsstellung im Einzelfall ab. Die verschiedenen Antidepressiva wirken grundsätzlich auf die Neurotransmitterfunktion im Gehirn, da bei einer Depression Störungen im Stoffwechsel des Gehirns auftreten. Eine regelmässige Einnahme des Medikaments bewirkt, dass die depressiven Symptome nachlassen.
Es ist wichtig, dass die Einnahme der Medikamente auch nach Genesung über mehrere Monate fortgesetzt wird, da die Rückfallgefahr hoch ist.
Wichtig: Antidepressiva machen nicht abhängig und verändern auch nicht die Persönlichkeit.
Auch hier gibt es nicht die eine Psychotherapie. Bewährt haben sich verschiedene "Techniken", wobei die Wahl unter anderem vom Betroffenen selbst abhängig ist. So kann zum Beispiel eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Therapie (z.B. Einüben von positiven Einstellungen) gewählt werden, oder eine psychodynamisch orientierte Therapie (Schwerpunkt auf die Beziehung Therapeut-Patient), oder zum Beispiel auch eine interpersonelle Psychotherapie (Konzentration auf die Analyse und Bearbeitung der aktuellen zwischenmenschlichen Konflikte). Es wird hier jedoch nicht auf den Inhalt der einzelnen Methoden eingegangen.
Ausser diesen "klassischen" Psychotehrapien gibt es auch weiteren Möglichkeiten, die manchmal für die Behandlung einer Depression indiziert sein können. Das sind unter anderem therapeutische Schlafentzüge, welche kurzfristig für einen antidepressiven Effekt sorgen, Elektrokrampftherapie bei therapieresistente Depressionen oder Lichttherapie, vor allem bei saisonalen Depressionen («Winterdepression»).
Schwierige oder belastende Lebenssituationen können die Entstehung einer Depression fördern. Deswegen ist es wichtig, dass zusammen mit der medikamentösen Behandlung und der Psychotherapie, auch Schwierigkeiten im Leben und belastende Situationen angegangen werden. Damit es nicht zum Rückfall kommt, sollten auch solche schwierige Umstände verarbeitet werden: Entweder sie werden gelöst oder man lernt Strategien, damit umzugehen.