Inhalt der Website: Depression: eine Krankheit die uns alle treffen kann. - Unter der Bezeichnung «Bündner Bündnis gegen Depression» hat die Regierung ein Projekt gestartet, mit dem die Bevölkerung über die Krankheit Depression informiert und sensibilisiert werden soll. Depression kann jede und jeden von uns treffen. Depressive Erkrankungen können behandelt werden. Wichtig für einen günstigen Krankheitsverlauf ist die frühzeitige Erkennung und Behandlung der Depression.
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Bei den Depressionen handelt es sich um eine Veränderung der Stimmung oder der Affektivität, welche in der Regel von einem Wechsel des allgemeinen Aktivitätsniveau begleitet wird und nicht selten auch mit körperlichen Beschwerden einhergeht.
Eine Depression drückt sich nicht bei jedem gleich aus. Es gibt verschiedene Erscheinungsbilder einer Depression. Im Vordergrund können Traurigkeit, Gefühl der Gefühllosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Interessenverlust, Lust- und Freudlosigkeit, Suizidgedanken, Ängste oder Schuldgefühle vorkommen. Aber auch starke Müdigkeit, Schlappheit, Schlaflosigkeit, Antriebsverlust, Kraftlosigkeit, innere Unruhe, Appetitverlust, unerklärbare körperliche Beschwerden, wie zum Beispiel Kopf-, Nacken-, Glieder- oder Rückenschmerzen oder einen Druck auf der Brust sind mögliche Symptome einer Depression. Nicht jeder, der an einer Depression leidet, weist die selben Symptome auf: Depression hat viele Gesichter!
Depressionen äussern sich nicht nur unterschiedlich, sie treten auch in unterschiedlich starken Formen auf: Man spricht von leichten, mittelgradigen und schweren Depressionen. Für die Diagnosestellung aller drei Schweregrade wird in der Regel erwartet, dass die Symptome seit mindestens zwei Wochen dauern. Es können auch kürzere Zeiträume berücksichtigt werden, wenn die Symptome ungewöhnlich schwer oder schnell aufgetreten sind.
Bei schweren Depressionen sind die Betroffene meistens gar nicht mehr in der Lage, den Alltag zu bewältigen.
Eine schwerwiegende Folge von Depressionen ist der Suizid. Diese extreme Handlung offenbart den tiefgreifenden Leidensdruck der betroffene Person und stellt für die ganze Familie und näheres Umfeld eine schwer zu bearbeitende Situation dar. Bis zu 15% der an einer schweren Depression leidenden Menschen begehen tatsächlich einen Selbstmord, während Selbstmordversuche und -gedanken weit häufiger sind. Mit einer Suizidrate von 1-2% liegt die Schweiz im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hoch. Bei 90% aller Suizide liegt eine psychische Störung zugrunde und bei 40 bis 70% zählt Depression zu den Hauptursachen.
Es ist wichtig zu verstehen, dass Depressionen kein Ausdruck von persönlichem Versagen sind und dass die Betroffenen sich nicht einfach zusammenreissen können, um ihre Lage zu verändern. Depression ist eine ernsthafte Krankheit, die eine fachliche Behandlung bedarf. Diese Behandlung muss medikamentös unterstützt werden und kann psychotherapeutisch begleitet werden.
Übrigens: Antidepressive Medikamente machen nicht abhängig und verändern auch nicht die Persönlichkeit.
Eine Depression kann grundsätzlich jede Person in gleicher Weise treffen, unabhängig von Alter, Geschlecht, soziale Schicht, Herkunft oder religiösem Glauben. Sie ist in der Regel aber auch gut behandelbar. Je früher sie entdeckt wird, umso höher ist der Behandlungserfolg und umso schneller lässt er sich erzielen.
Weitere Informationen finden Sie unter Botschaften.
Literatur: Zu empfehlen ist unter anderem das Internationale Klassifikationssystem psychischer Störungen ICD-10, welches eine gute Beschreibung der Symptome gibt.